Geschichte der Rhythmik
Bei der Rhythmik handelt es sich nicht um eine Modeerscheinung, sondern um ein Prinzip, das seinen Ursprung bereits um die Jahrhundertwende ( 1900 ) hat und der jeweiligen Zeit und gesamtgesellschaftlichen Situation angemessen, weiterentwickelt wurde.
Der Begründer der Rhythmik in Deutschland Prof. Emile Jaques-Dalcroze (1865 -1950) Lehrer für Gehörbildung und Komposition am Genfer Konservatorium stellte fest,daß die sogenannten Unmusikalischen durch eine neu zu schaffende Erziehung geheilt werden könnten: "...von einer Erziehung, die darauf ausgeht, die nervösen Reaktionen zu ordnen, Muskeln und Nerven aufeinander abzustimmen und Körper und Geist in Einklang zu bringen."
Übungen, die zunächst nur für die Musikstudenten am Konservatorium erdacht waren, wurden im Laufe der Jahre zum allgemeinen Prinzip:
Es ist die körperliche Erfahrung, die das Bewußtsein formt. Eine "Zentralstelle für rhythmische Erziehung und Pädagogik" sah Emile Jaques-Dalcroze in der Bildungsanstalt in der Gartenstadt Hellerau, die ein Versuchsfeld darstellte, auf dem sich die vielen, in der Luft schwebenden Reformideen begegneten und praktisch ausprobiert werden konnten. In Hellerau bildete er die ersten Rhythmiklehrer aus. "Es gab für ihn nicht mehrere Künste, zu deren einer, etwa zur Musik, er den Menschen heranbilden wollte - es gab nur die Kunst schlechthin. Und es gab nicht einzelne Teile und Fähigkeiten am Menschen, an denen zu arbeiten war, sondern nur den ganzen Menschen. Von diesem Blickpunkt aus sind die Gedankengänge und Unterrichtswege zu verstehen, die die sogenannte Dalcroze-Methode darstellen und die Grundlagen unserer Rhythmischen Erziehung bilden." 
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